Dienstag, 10. November 2015

Das vegane Kochbuch meiner Oma

von Kirsten M. Mulach

erschienen im Bassermann Inspiration Verlag




am 5.10.2015

für 16,99



 ISBN : 978-3-572-08194-3







zum Buch

 

Natürlich gut!
Als Kirsten Mulach, die schon seit vielen Jahren vegan lebt, beim Verkauf des alten Familienhauses auf dem Dachboden das Kochbuch ihrer Oma fand, hielt sie einen Schatz in den Händen. Überrascht stellte sie fest, dass viele Gerichte darin vegan waren. Sie kochte die Speisen nach und entdeckte eine neue vegane Wirklichkeit: ohne Soja und Seitan, ohne Ersatz- und Fakeprodukte, ohne fettreiche, übersüßte oder importierte Fertigprodukte.

Stattdessen wird genommen, was Feld und Garten zu bieten haben. Frisch verarbeitet entstehen so Gerichte, die unvergleichlich gut und dabei ganz einfach zuzubereiten sind. Mit Omas Kochbuch kam Kirsten Mulach wieder zurück zum puren, echten Geschmack und zu mehr Vitalität.



meine Meinung

 

Ich liebe Kochbücher! Ich kann nie genug davon haben und es macht mir großen Spaß darin zu blättern. Das bedeutet für mich aber auch das ein Kochbuch schön sein soll, ja ich weiß das klingt komisch, denn eigentlich geht es nur um die Rezepte, aber für mich macht ein schön gestaltetes Kochbuch viel aus. Wenn die Rezepte dann auch noch gut sind, Perfekt!

Dieses Kochbuch ist auf den ersten Blick schon sehr ansprechend für mich, es trifft genau meinen farblichen Geschmack und meinen Wohnstil. Das Wort "vegan" finde ich ja eigentlich immer recht abschreckend, da ich damit gleich dinge wie Sojaprodukte, ungewöhnliche Gewürze und schwer zu bekommende, viel zu teure Zutaten assoziiere. Beim ersten Durchblättern und das im Titel erwähnt wird das es Rezepte von Oma sind, musste ich es dann unbedingt mal ausprobieren. 

Es gibt in diesem Kochbuch eigentlich kaum ein Rezept, welches mich nicht anspricht, was auch mit daran liegt, das da nicht so viele Rezepte drin stehen. Für ein Kochbuch sind es doch recht wenige dafür überwiegend ansprechende. 

Mir geht es bei meiner Küche hauptsächlich darum einfach zu kochen, Lebensmittel die echt sind und einfach zu bekommen sind zu verwenden. Es ist auch zu erwähnen das in diesem Kochbuch die überwiegenden Zutaten selbst angebaut werden können. Der vegane Aspekt hat mich jedoch besonders angesprochen. Ich möchte nicht ganz auf Fleisch verzichten, da ich es mir einfach nicht vorstellen kann, ganz darauf zu verzichten. Ich finde aber das die Handelsüblichen Kochbücher zu vollgestopft sind mit Fleischrezepten, so tut es mal gut leckere nahrhafte Speisen zu entdecken, welche ganz ohne Fleisch auskommen. Dazu kommt, das ich Käse und Kräuterquark, sowie Eier sehr gerne Esse, sie jedoch nicht so gut vertrage und häufig Bauchschmerzen habe. Die meisten veganen Kochbücher jedoch sind mit zu abgefahren. Die Rezepte in diesen Büchern benötigen hauptsächlich teure Produkte, welche teilweise alles andere als natürlich sind. Ich möchte aber kein Vermögen ausgeben und durch die halbe Stadt fahren um die Zutaten für nur ein Rezept zusammenzusuchen. 

Diese Kochbuch ist ganz anders und entspricht genau meinen Wünschen! Es sind günstige, einfache, natürliche tierfreie Rezepte.

Was ich jedoch bemängeln muss, ist das die Rezepte wirklich sehr kurz gehalten sind und ein wenig Erfahrung in der Küche voraussetzen. Es sind zwar bei fast allen Rezepten Bilder vorhanden, und diese sind wirklich sehr schön, aber ich habe immer gerne für alles ein Bild. Das ist aber nicht so schlimm, da bei den meisten eins dabei ist. 

Was mir bisher bei den Rezepten aufgefallen ist, ist das man mit den Mengenangaben, ein wenig variieren sollte. 

So, dann mal losgekocht :

Das erste Rezept, welches ich ausprobiert habe, ist die Tomatensuppe mit Reis, welche ich sehr gerne esse, jedoch noch nie selbst gemacht habe. 

Der Einkauf dafür war wirklich sehr günstig! Ich habe die günstigen Tomaten im Angebot aus einem Discounter gekauft und eine Zwiebelmischung, sowie getrockneten Thymian, da bei mir gerade leider kein Markt war. Brühe und Reis (ich bevorzuge Basmati statt Langkorn) hatte ich noch zu Hause.
Man kann sich denken, wie günstig ich damit wegkam.

Als ich die Tomaten, eingeschnitten und ins kochende Wasser gegeben hatte, damit sich die Schale löst, fiel mir gleich auf das viel rote Farbe aus den Tomaten ins Wasser überging, was ich sehr schade fand (gibt es da einen Trick gegen oder lag es an den billigen Industrie Tomaten?).

Da ich keine flotte Lotte besitze habe ich mir ein feines Sieb zu Hand genommen und versucht die Tomaten dadurch zu pressen....hmm hab ich was falsch gemacht? Es lief nur klarer Tomatensaft durch, wie soll denn da eine so schön knallig rote Tomatensuppe wie auf dem Foto entstehen?!
Na gut, ich habe einfach so viel wie möglich herausgedrückt dann die harten "Kerne" entfernt und das Tomatenmus mit in den Topf gegeben.

Die Suppe hat wirklich unglaublich lecker geschmeckt und ich werde sie jetzt regelmäßig machen, aber beim nächsten Mal werde ich mehr als die angegebenen Tomaten verwenden, da es kaum für mich alleine gereicht hat, und dann eine Variante mit Tomaten vom Markt und eine mit Cherrytomaten versuchen.  



                                                                                                                                                      

Als Nächstes gab es bei mir die Zwiebelsoße.
Ich hatte große Lust auf Kartoffeln, aber mit was? Es war Sonntag und ich hatte keinen Quark oder was man sonst so zu schnellen Kartoffeln essen kann. Also habe ich mich erinnert das in dem Kochbuch zwei Soßenrezepte stehen und hatte noch viele Zwiebeln zu Hause. 
Zwiebelschneiden ist ja nie ein Spaß für mich, geht es euch da auch so? Ich habe mir eine eng anliegende Sonnenbrille aufgesetzt, als es nicht mehr ging und damit ging es viel besser. Was habt Ihr für einen Trick dafür?

Ich habe statt nur weiße Zwiebeln, auch rote dazu getan, was auch super geklappt hat. Ich hatte besonders kleine Zwiebeln zu Hause und habe sogar ausversehen nur sieben statt acht genommen, aber es war meiner Meinung nach immer noch viel zu viel. Und dieser Magerine Haufen! Viel zu viel meiner Meinung nach und ich werde von beidem nächstem Mal weniger nehmen, bei gleicher Menge Brühe, denn die Soße war sehr sehr lecker und simpel, sowie natürlich auch wieder günstig. 
Wieder aufgewärmt auf Brot macht sie sich auch wunderbar!!

                                                                                                                                                                   
Die Kokosnusssuppe sah soo lecker aus auf dem Bild, und da ich noch nie eine selbst gemacht habe, wollte ich die auch sofort ausprobieren.
Es ist voll in die Hose gegangen und ganz ekelhaft geschmeckt!

Ob es vielleicht daran liegt, dass ich ein wenig von dem Rezept abgewandelt habe? Ich habe Basmatireis statt Langkornreis verwendet, da ich den sowieso Zuhause hatte, und habe den Kürbis gewürfelt, statt zu raspeln, weil es mir einfach viel zu viel Arbeit war und ihn dann noch mal püriert. 
Die Suppe hat mehlig und schleimig und nur nach der Reismilch geschmeckt!

Ich werde die Suppe auf jedenfall nochmal ausprobieren und diesmal nur Wasser nehmen, so wie es ihre Oma ja auch eigentlich immer gemacht hat.
  
 Hättet Ihr Interesse daran das ich immer mal wieder ein ein Kochbuch rezensiere?

Meine Bewertung in Herzen 
 

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