Sonntag, 12. Juni 2016

Kirschblüten und rote Bohnen

von Durian Sukegawa


erschienen bei DuMont im März 2016 für 18,00

Dies ist ein Buch über Freundschaft, über die Bewältigung der Vergangenheit und wie sich gnadenlos in unserem zukünftigen Leben festkrallt. 

Wir begleiten Sentaro, einen Ex-Häftling bei seiner Arbeit in einem Doriyaki laden. Doriyaki sind Pfannkuchen, gefüllt mit einer Paste aus roten Bohnen. Eigentlich hat er sich sein Leben anders vorgestellt und hängt noch immer sehnsüchtig seinen Träumen und seinen verpassten Chancen nach. Eines Tages kommt eine alte Frau in seinen Laden und möchte gerne bei ihm aushelfen, er lehnt jedoch ab, findet sie sei zu alt und hat ein wenig Hemmungen wegen ihrer deformierten Hände, aber sie bleibt hartnäckig und schon bald arbeiten die beiden zusammen. Die dritte Hauptperson in diesem Buch ist Wakana, ein Schulmädchen aus schwierigen Verhältnissen, welche sich besonders mit Tokue sehr gut versteht. 
Ich fand es eine kurzweilige aber berührende Geschichte, die einem die Doktrinen der Vergangenheit vor Augen führt. Wir werden es wohl nie ganz schaffen uns von der Vergangenheit zu lösen, aber wir können lernen das beste daraus zu machen. Ich glaube, jeder kann sich seine eigene kleine Weisheit aus diesem Buch mitnehmen und das finde ich sehr schön an dieser Geschichte. Freundschaft, Küchenphilosophie, Sinn des Lebens, Stigmata und Geschichte sind alles Themen, die hier zu finden sind und anderen Lesern fallen bestimmt noch mehr auf.
 Das Buch hat mich nicht vom Hocker gehauen, aber es hat mich doch ein wenig berührt und auf jeden Fall gut unterhalten. 

Eine Empfehlung wer gerne mal wieder etwas leichtes lesen möchte ohne ganz auf Anspruch verzichten zu müssen.  



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